Artikel mit dem Tag "Suchtdruck"



Im Anblick von Corona.
Leben · 18. März 2020
Ich wollte das Thema umschiffen. Ich wollte eigentlich einen Schlenker drumherum machen, damit der Wirbel nicht undurchsichtiger wird. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Menschen momentan verunsichert sind, ja sogar Angst haben, werde ich schreiben. Ich bin kein Mensch der Angst vor Katastrophen hat. (Vielleicht schiebe ich diese weit von mir weg? Schiebe ich Angst weit von mir weg?) In manchen Situationen habe ich Angst, aber nicht heute und nicht im Moment. Schon früher war ich eher so...
Brain
Sucht · 26. Februar 2020
Krankheit. Entscheidung. Selbstmedikation. usw. Das Model der Abhängigkeit als "Krankheit" besagt, dass unser Gehirn krank ist. Es sollen demnach Änderungen in bestimmten Hirnregionen, vor allem dem Belohnungszentrum vorliegen. Dieses Model sagt zudem aus, dass sich unser Gehirn in seiner Struktur verändert, wenn wir wiederholt abhängig machende Substanzen (Alkohol, andere Drogen) zu uns nehmen. Diese Änderungen sind nur sehr schwer bis gar nicht - also eher gar nicht - rückgängig zu...

Abhängigkeit und Ernährung
Sucht · 02. Februar 2020
Ich habe ein Problem. Es ist zwar nicht so groß wie die Probleme, die ich durch meinen damaligen Alkohol - bzw. Drogenkonsum hatte, aber nichtsdestotrotz ist es etwas, worüber ich mir immer und immer wieder Gedanken mache und ich für eine kleine Weile ein Gleichgewicht hineinbringen kann, aber sehr schnell wieder in alte (süchtige) Verhaltensweisen abdrifte. Natürlich könnte ich jetzt argumentieren von wegen Zucker und Koffein sind das "kleinere Übel" und ich könnte ein Auge zudrücken,...
Peter Iloyd // unsplash
Sucht · 26. Januar 2020
Oft stellen mir meine Blogleser*innen die Frage, wie ich mit Suchtdruck umgehe, wie ich dieser Bestie tagtäglich ins Auge blicke? Wie stark ich bin und das ich so mutig bin tagtäglich diesen Kampf zu kämpfen und die Härte der Abstinenz durchzustehen und durchzuhalten. Meistens pausiere ich dann kurz und frage mich, ob ich irgendetwas falsch mache, oder wovon die Person spricht. Wäre mein Leben ein täglicher, fast kaum auszuhaltender Kampf, dann würde ich diesen überhaupt nicht kämpfen...

Sucht · 12. Januar 2020
“I’m afraid I can’t stop drinking.” The room went silent. All eyes went to our teacher, David. Without missing a beat, he smiled, looked at him, and said, “Of course you can. Are you drinking right now?” “No.” “And now?” He smiled, and said softly, “No.” “. . .and how about right now?” We all smiled this time. “No.” McKowen, Laura. We Are the Luckiest (S.28). New World Library.
Leben · 22. Dezember 2019
Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass ich stets entspannt durch mein Leben gehe. Ich bin eigentlich in größten Teilen alles andere als entspannt. Seitdem ich nüchtern bin, habe ich zudem auch mehr Energie und fühle all meine Gefühle und bin dementsprechend teilweise und in gewissen Teilen überfordert mit diesen. Das soll nun nicht heißen, dass ich permanenten Druck verspüre. Jedoch ist es so, dass ich mir dennoch ab und an mal eine schnelle und wirkungsvolle Lösung wünsche, um...

Sucht · 08. Dezember 2019
Gibt es einen perfekten Zeitpunkt, um mit dem Trinken/Konsumieren aufzuhören? Gibt es einen Moment, einen Tag, einen Monat, der perfekt für dieses Vorhaben ist? Die Antwort ist: Nein. Wann ist der perfekte Zeitpunkt, um mit dem Trinken/Konsumieren aufzuhören? Die Antwort ist: Jetzt. Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Der Perfekte Zeitpunkt beginnt immer mit einer Entscheidung, die Du triffst, und dem Gefühl, dass es so, wie es jetzt ist, nicht weiter gehen kann. Und dann klammerst Du...
Suchtdruck ist ein ArschArsch
Sucht · 24. November 2019
Du denkst, Du hast alles unter Kontrolle. Du hast eine leise Ahnung davon, wie es sich ohne Verlangen, oder ohne permanentes Verlangen, oder ohne diesen Affen im Hirn anfühlen könnte. Der "Affe" – oder wie einige andere unter uns sagen: die "Weinhexe" – kommen und gehen, wann immer sie wollen. Sie fragen nicht, ob sie willkommen sind. Die sind da nicht sonderlich höflich. Denen ist es scheißegal wo Du gerade stehst und wie Du Dich fühlst. Die kommen, wenn Du Dich schlecht fühlst, die...

Leben · 25. August 2019
Ich war ein Häufchen Elend. Ich habe keine Sonnenstrahlen mehr gesehen (zumindest nicht mehr sehen wollen) und selbst als sie mein Gesicht berührten, habe ich keine Freude mehr empfunden. Das Einzige, was irgendwie noch existiere - worauf ich mich irgendwie noch verlassen konnte, war der Alkohol. Bis ich mich komplett verlassen fühlte (bis ich mich selbst verlassen habe). Der Alkohol war aber gar nicht der Schuldige - wie ich nun gelernt habe. Schlussendlich habe ich mich doch dafür...
Harte Drogen
Sucht · 28. Juli 2019
Als ich in der 4. Klasse war, stand ein Polizist in Uniform in unserem Klassenzimmer und hatte ein paar Tütchen dabei, die er vor sich auf einem Tisch ausgebreitet hatte und klärte uns über Drogen auf. Das sollte zur Prävention dienen. Damals habe ich überhaupt nicht verstanden, was ich jemals mit diesem Zeug zu tun haben sollte. Ich bin schließlich ein vernünftiges Mädchen, ich höre auf meine Eltern, strenge mich in der Schule an, habe gute Freunde und mit Drogen und der Polizei...

Mehr anzeigen