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4 Säulen und eine Vision

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt
Träume

Ich schreibe über Dinge, die ich selbst erlebt habe, die ich selbst ausprobiert habe und die für mich entweder funktioniert haben, oder eben nicht und dann heißt es eben etwas Neues zu probieren.

Alles beginnt ja irgendwie immer mit dem ersten Schritt, den man entschließt zu gehen. Die Richtung bestimmt man selbst. Darin liegt im Endeffekt auch die Kraft der Veränderung. So zumindest meine Meinung. Wenn ich unzufrieden bin, kann ich mich  dazu entschließen, so weiter zu machen, wie bisher oder eben einen anderen Weg einzuschlagen. Veränderung bedeutet auch, den nötigen Mut aufzubringen, weil ich ja nie weiß, was kommen wird. Veränderung bedeutet, die Comfort Zone zu verlassen und in diesem Zuge damit zu leben, dass im selben Moment auch Ängste auftauchen werden.

"der erste schritt begann mit einer Meditation"

Mein Wunsch war es also, etwas zu verändern. Ich habe in meinem Leben tatsächlich schon unzählige Ratgeber gelesen. Aber lesen alleine, bringt ja schlussendlich nichts. Einfach mal machen, lautet die Devise. Und ich habe mich gefragt, was zufriedene Menschen denn anders machen, als ich?

Also habe ich mich eines morgens hingesetzt und habe meditiert. Ich wollte zu meinem inneren Kern - also in dem Falle zu meinem inneren Kind/ zu meinen Gefühlen vordringen. Das war im ersten Moment natürlich etwas ungemütlich, weil ich da schon über Jahre nicht mehr wirklich hingeschaut habe, aber der Damm musste brechen und er ist auch gebrochen. Ganz platt ausgedrückt, musste ich einmal durch den ganzen emotionalen Müll wühlen und Ordnung schaffen.

Schön und gut. Aber was mache ich jetzt? 

 

Als ich in die Klinik gekommen bin, war ich mit meinem Leben gänzlich unzufrieden, denn so wie es schien, hat nichts mehr funktioniert. Vor allem ich selbst nicht. Und ich musste mir zwangsläufig die Frage stellen, was ich denn verändern möchte, damit ich wieder Freude an meinem Leben habe.

Zuvor schien es so, als würden mir die Dinge einfach nur passieren. Als schaue ich meinem Leben zu, wie es einfach nur macht und ich bin stiller Beobachter und muss dann mit den Situationen, mit den Erfahrungen, mit meinem Job, mit meiner Familie, mit meinen Freunden, mit meinem Umfeld einfach nur leben - irgendwie mitmachen. Ich machte mich gänzlich abhängig, nicht nur substanztechnisch, sondern auch von Menschen. Vor allem von Liebesbeziehungen. Alles schien mit einer Beziehung zu stehen oder zu fallen. Wenn ich Glück hatte, dann hatte ich schnellstmöglich eine Krücke zur Hand, aber selbst mit Krücken läuft es sich einbeinig eher schlecht als recht.

4 Säulen

Also musste etwas verändert werden, damit mein Leben zukünftig unabhängiger verläuft. Schon seit meiner ersten gescheiterten Beziehung hat meine Mutter mir ans Herz gelegt, nicht alles auf eine Karte zu setzten, denn wenn du dein Fundament auf eine einzigen Säule legst und diese dann zusammenbricht, dann brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du permanent auf dem Boden liegst. Das war im übrigen auch der Ratschlag, der in allen Coaching Büchern stand.

Ein Plan musste her. Visionen, Ziele und die Frage, was will ich eigentlich wirklich? Also habe ich mein Leben in mehrere Säulen untergliedert.

  1. Familie/Freunde/Beziehung
  2. Gesundheit
  3. Beruf/Finanzen
  4. Freizeit/Spiritualität/Hobbies/Persönliche Weiterentwicklung

Und siehe da, ich stand schon ein wenig fester auf dem Boden der Tatsachen. Jetzt musste ich mich nur noch fragen, was ich mir in jedem dieser einzelnen Bereiche wünsche. Unabhängig von dem, was gerade da ist, unabhängig von den Grenzen, die ich mir in meinem Kopf setze. Hier durfte ich ganz groß Träumen. Das beste Tool um dies dann auch visuell klar zu machen ist ein Vision Board. Das kannst Du dann so gestalten, wie du möchtest - mit den schönsten Bildern und den größten Träumen. Und wenn das dann fertig ist und du jeden Tag daran vorbei gehst und siehst, welche Möglichkeiten du hast, dann hat dein Gehirn automatisch Bock darauf, einen Lösungsweg zu finden.

"Und dann kann der zauber beginnen"

Vision Board
Spiritualität

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich zu Beginn des letzten Jahres die Rise Up and Shine University von Laura Malina Seiler absolviert habe und ich vor meinem Rechner saß und wir eine geführte Meditation durchführten. Am Ende der Meditation meinte Laura, dass wir uns nicht wundern sollen, wenn wir in den nächsten Tagen unverhofft ein Geschenk bekommen. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. 2 Tage später schaute ich in meinen Briefkasten und ich hatte ein Buchgeschenk von Thalia zugeschickt bekommen. Ok, reiner Zufall - dachte ich.

Ich beschäftigte mich weiter mit meinen Zielen und Träumen und stellte mir vor, wie ich einen Job habe, der es mir möglich macht, Menschen zu helfen, aber mir zudem auch die Möglichkeit gibt, parallel eine psychologische Ausbildung zu absolvieren. Ein paar Wochen später hatte ich den Job und ich mache die Ausbildung - und nicht ich habe den Job gesucht, sondern der Job hat mich gefunden.

Ich musste vor ein paar Wochen innerhalb von ein paar Tagen eine Wohnung finden. Ich sitze gerade in meiner Traumwohnung, wie ich sie mir vor meinem inneren Auge vorgestellt habe und ich habe nicht Ewigkeiten danach gesucht, sondern bin dem Impuls gefolgt an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit im Netz zu schauen und genau in diesem Moment wurde die Wohnung inseriert und ich habe sie bekommen.

Ich wollte mir keine neuen Möbel kaufen, da ich weder so viel Geld ausgeben konnte, noch Teil der Wegwerf- und Alles Neu - Gesellschaft sein möchte. Ich hatte nur einen Kleider- und einen Schuhschrank - das war alles. Ich sitze heute in einer komplett eingerichteten Wohnung und habe 0 Cent für die Einrichtung ausgegeben.

Ich  habe mir gewünscht, Interviews zu geben, um meine Message nach Außen zu tragen und ich bekomme unverhofft Anfragen, ob ich bereit wäre, ein Interview zu geben.

Man kann mich nun gut und gerne spirituellen Spinner  nennen - das ist mir egal. Das, was ich damit sagen möchte ist, dass in uns so viel mehr Kraft liegt, als wir manchmal für möglich halten. Das in uns die Kraft liegt, unser Leben zu verändern. Das in uns die Kraft liegt, ein erfülltes Leben zu führen und aus Scheiße auch einmal Gold zu machen.

Dankbarkeit

Ein einfaches "Danke" reicht, um den Blickwinkel zu ändern.

Letztens bin ich mein Tagebuch durchgegangen und habe mir alte Einträge durchgelesen, die vor Anklagen, Selbstmitleid und "Nichts - geht - mehr" nur so triefen. Heute ist mir klar, weswegen ich mich schlichtweg im Dreck gesuhlt habe, weil ich mich einzig und allein darauf konzentriert habe, was nicht funktioniert. Meine Gedanken kreisten permanent um die Dinge, die ich nicht in meinem Leben haben möchte. Heute stehe ich jeden morgen auf, setze mich eine halbe Stunde hin, um zu meditieren und schreibe alle möglichen Dinge auf, für die ich in meinem Leben dankbar bin. Ich bin dankbar für meine wundervolle Familie, die mich in jeglicher Lebenslage unterstütz und die ich über alles auf dieser Welt liebe, ich bin dankbar für meine wundervollen Freunde und kann nicht einmal ansatzweise in Worte fassen, wie unfassbar wertvoll sie sind. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Tag, an dem ich mich immer wieder dafür entscheide, clean und trocken zu leben und meine Träume zu verwirklichen und ich die freie Wahl habe zu tun und zu lassen, was ich möchte und meine innerlichen Grenzen und Blockaden zu sprengen.

 

Letztendlich ist nicht jeder Tag wie der Andere und Angst und Selbstzweifel schleichen sich unverhofft an und packen mich manchmal von hinten und schütteln mich durch, aber es geht doch im Endeffekt darum, wie ich darauf reagiere. Vor jedem einzelnen Blogartikel, den ich hochlade, geht mir auf Deutsch gesagt der Arsch auf Grundeis, aber ich mache einfach weiter, weil es mir Freude bereitet und weil ich mir wünsche, dass es genau die Menschen erreicht, die einen Mehrwert daraus ziehen können und die ich vielleicht dadurch ein Stück weit berühren und motivieren kann.

 

Die Message der ganzen Story ist: fangt an zu Träumen und zwar groß! In uns liegt so viel mehr, als wir manchmal zu glauben bereit sind. Jeder Anfang ist vielleicht schwer, aber es geht ja darum, den ersten Schritt zu wagen und einen Fuß vor den nächsten zu setzen und dann passieren im Leben manchmal kleine oder große Wunder.

photo credits: Aleksandr Ledogorov // unsplash

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