Gefühle

Das Bauchgefühl

Das Bauchgefühl ist das wundervollste Navigationssystem, welches uns die Natur zur Verfügung gestellt hat. Wir vergessen nur allzu schnell, dass es exitsiert. Dass es uns den Weg weist. Das ein Herz zu uns spricht und es sich wünscht, dass wir glücklich sind.

Und du?

du bist wichtig!

Selbsthilfe
Du bist wichtig!

 Als Sie anfing zu weinen, saßen wir wie üblich im Kreis. Normalerweise fragt Sie, was wir uns heute noch gutes tun. Wir entgegnen: 'Kuchen essen, Kaffee trinken, Musik hören, Lesen...'. All die zuvor als langweilig abgestempelten Dinge, die uns nun den Halt geben. Wir tun uns etwas gutes.

Als Sie anfing zu weinen, saßen wir im Kreis und warteten auf die Frage, überlegten uns, was uns heute noch gut tun würde. Ich hatte weder ein Buch dabei, noch Lust auf Kaffee und Kuchen, noch Lust auf Musik in meinen Ohren. Stille gab mir den Halt. Stille in der großen Stadt.

Als Sie anfing zu weinen, saßen wir im Kreis und Sie bat um Ruhe. Eine Minute lang. Ein Schauer durchzog unsere Körper.

Als Sie anfing zu weinen, konnte Sie nichts sagen und Tränen rollten über ihre Wangen. Niemand von uns hatte Sie zuvor so gesehen.

Als Sie anfing zu weinen, entschuldigte Sie sich für ihre Tränen. Sie liebt ihren Beruf und jeder Einzelne sei wertvoll und wichtig.

Als Sie anfing zu weinen, wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich es hätte sein können und es wegen mir eine Minute lang still ist. Das wegen mir Tränen rollen und Schauer über Rücken laufen.

Als Sie anfing zu weinen, wurde uns klar, das jemand von uns gegangen ist. Wegen einer Partydroge. Jemand der wichtig ist. Jemand der Herzen berührt, der Menschen bewegt.

Ich ging zur Warschauer und stand an der Tram. Die Menschen zogen an mir vorüber, zogen weiter und vorbei. Ich stand an der Tram und starrte auf das Bild, welches sich in der Bahn spiegelte und ich sagte zu mir: 'Das hätte ich sein können! Wegen mir würden Tränen rollen, Leere entstehen und Schauer über Rücken laufen.

Ich schaute in meine Geldbörse und beschloss: Ich hole mir jetzt Kaffee und Kuchen!

Gedicht
Freundschaft

 

 Freundschaft


In Knospen einer frühen Verbindung, verrann in unserer Kinderhand die Zeit.

Aus Knospen sollten später Blumen erblühen. Lächelnd schmerzende Bäuche halten, um zwischendrin die Tränen zu trocknen.

Im Wandel der Zeit beginne ich zu begreifen, für dich verliere ich mich nicht.

Dein schönes Herz in meinen Händen haltend.

Der ständige Begleiter meiner Zeit.

Will dich für immer bei mir tragen,

in unserer begrenzten Ewigkeit.


Paris, 2013

Zwischenmenschliche Beziehungen
Gedicht

 Räume.

 Räume. Raum. Ein Raum.

Wir räumen um. Räumen auf,

schaffen Ordnung und Platz.

Freiraum ist wohl wichtig. Wohl aber doch nicht das Wichtigste?

 

Zwei Menschen in vielen Räumen.

Ein Mensch in einem Raum. Des öfteren sind es zwei.

Können oder wollen sich nicht trennen?

Ich bin mit dir. Möchtest du mit mir sein?

 

Komm', wir gehen gemeinsam!

Stellte schon so oft diese Frage.

Gleiche Fragen, gleiche Antwort.

Dennoch traue ich dir nicht wirklich über den Weg.

 

Warum haben zwei Menschen es nicht in vielen Räumen ausgehalten?

Zu nah, von jetzt auf gleich.

Zu schnell, zu viel.

Einer musste gehen.

warum du?

Beziehungen
Du bist wichtig!

Weil du schön bist. Und das würde nicht einmal ansatzweise ausdrücken, warum tatsächlich du. Weil du hilfsbereit bist. Weil du zu allen Dingen eine Erklärung hast. Weil du manchmal, wenn du dich frei fühlst, loslassen kannst. Und ich mit dir lachen kann. Weil du all die Dinge erklärst, die ich nicht in Worte fassen kann. Weil du einfach da bist und im selben Zuge auch in Ruhe lassen kannst. Letztendlich braucht es keiner Worte um zu erklären, weswegen. Ich weiß, du bedienst dich dieser gern. Vielleicht sollte ich lernen besser damit umzugehen. Bisher bleibt mir aber nur dieser Weg. Ich sollte wohl dazulernen.

 

Ich habe auch Angst. Gestern lagst du da, vor mir. Entspannt und ich dachte mir, was möchte dieser schöne Mensch eigentlich neben mir? Ich habe ebenso Angst. Angst vor den ganzen Dingen, die momentan auf uns einprasseln und all die verborgenen Wunden wecken, die doch vorher so schön vor sich hin schlummerten. Es wäre doch so einfach, diese einfach ziehen zu lassen und zu beäugen und zu denken: 'Ach, du warst ja auch noch da!'. Aber ich meine Verbindungen sind dazu da, um zu erkennen. Denn ich habe so oft gelesen, in dem Anderen erkennt man sich selbst. Und vielleicht ist da ja ein Funken Wahrheit dran.

 

Dann dröselt eines nach dem anderen auf und man weiß gar nicht wohin. Dann hat man das Gefühl, man steht so da, wie das eine so schmerzliche Mal zuvor. Aber lass uns doch vor Augen halten, dass in jeder so engen Verbindung, etwas ganz verborgenes steckt. Und das dieses Verborgene auch ganz vieles Verborgene weckt. Aber das Gute ist, würden wir hinsehen, dann würden wir erkennen, wir stehen tatsächlich nicht alleine da. Nur bedarf es unglaublichen Mut, sich dem Anderen zu öffnen. Ich wünschte, ich könnte dir all das auch von Angesicht zu Angesicht sagen, aber dafür bedarf es ganz viel Zeit. Schön wäre es, wenn wir uns diese nehmen. Ich genieße sie sehr mit dir. Doch auch bei mir dröselt eines nach dem Anderen auf. Dann lasse ich dich manchmal im Leeren stehen und hoffe du läufst nicht davon. Aber diese Augenblicke muss ich mir nehmen, da ich im Augenblick nicht anders kann. Ich weiß, wir können noch viel mehr. Ich denke auch, wir sind auch ganz gut aufgehoben. Das sagt mir mein Gefühl, das sagt mir mein Leben. Ich kann dir deine ganze Last nicht von den Schultern nehmen, obwohl ich mir wünschte, dass ich es könnte. Ich kann dir nur eines in diesem Moment versprechen, das ich aus vollstem Herzen mit dir zusammen sein möchte!

 

von fliegenden herzen

Emotionale Abhängigkeit
Trennung

Mit Ehrlichkeit hatte die letzte unserer gemeinsamen Zeit wohl eher weniger zu tun. Verletzung tarnte sich im Mantel der Ehrlichkeit. Worte kann man nicht zurücknehmen, die hallen in die Ewigkeit. Verzeihen kann man. Wir sollten wohl lernen, Worte mit Vorsicht zu gebrauchen, sonst reißt man ganze Wände ein. Die sind dann einfach kaputt. Mag sein, dass du nicht in mich verliebt bist, oder es auch nie warst. Mag sein, dass du gerne mit anderen Frauen schlafen möchtest. Es mag durchaus auch sein, dass du keine Zukunft mit mir siehst und ein schlechtes Bauchgefühl hast und es dir egal ist, ob ich mit einem anderen Mann zusammen bin. (Gleichgültigkeit ist schmerzvoller als Hass). Ich kann das verstehen, aber Worte reißen Wände ein. Und ich meine du wusstest genau, wie verletzend deine Worte in den Raum hallen. Von Beginn an trennst du dich und lässt mich nicht gehen. Unzählige Male. So auch vor ein paar Monaten. Mein Herz war frisch geflickt und ich hüpfte voller Vorfreude der Zukunft entgegen. Dann warst du wieder da, hast mich nie gehen lassen. Ohne Worte schwiegen wir gefühlte Stunden auf einer Brücke. Erklärungen gab es keine. Ich kann dir aber nicht die Welt erklären, das musst du schon selbst tun. Schweigend machten wir weiter. Was soll man denn aber auch permanent in der Vergangenheit graben, dachte ich mir, denke ich mir. Vielleicht hielt uns auch nur die Hoffnung zusammen. Nur für Augenblicke siehst du mich, ich kann sie an einer Hand abzählen. Immerhin wurde man gesehen. Bis du mich nicht wirklich halten möchtest. Warum hast du mich denn dann nicht fallen gelassen? Gedanklich fühlt sich das konsequenter an, als permanent an der Leine laufen zu müssen und läuft man zu weit, zieht es einen mit voller Wucht wieder zurück. Bei jedem dieser Worte zerbricht ein Stück. Man könnte es kleben, manchmal hält es dann auch besser. Einfach liegen lassen ist wohl die einfachere Option. Ich wollte es, aber eine Entscheidung läuft wohl auf Krücken ins Leere. Mit dieser Gewissheit blieb dennoch ein Funken Hoffnung. Dennoch zerrt man permanent aneinander. Die Dynamik sprach Bände. Vor ein paar Wochen saßen wir da und wieder einmal sagtest du mir, dass du nicht in mich verliebt bist. Wie kann man eigentlich Lieben, Endlieben, Verlieben, Endlieben, Lieben binnen Sekunden? Worte reißen Wände ein. Dann lass mich doch gehen! Geh aus der Tür und lass mich endlich in Ruhe! Du stehst da und bewegst dich nicht. Warum gehst du denn nicht? Setzt dich neben mich und Tränen fangen an zu fließen. Permanent das selbe absurde Schauspiel. Das Stück schreiben wir wohl gemeinsam. Einer kommt, der andere geht. Bis der andere wiederkommt. Ich glaube nicht an die Verliebtheit, das habe ich schnell gelernt. Man hat gesehen was sie anrichtet, kommt mit voller Wucht und fegt wie ein Orkan durch Zimmer, um zu gehen und ein Chaos zu hinterlassen. Jetzt hieße es aufräumen. Aber wenn niemand will, dann bleibt es nun einmal so. Ich glaube abermals zu tiefst an die Liebe. Wir hatten noch nicht einmal ansatzweise damit begonnen. Pseudosätze sind gefallen. Das beantwortet wohl die vorhergehende Frage. Symbolisch zerrissen Herzen und flogen aus dem Fenster. Das ist dann wohl nun einmal so. Liebe ist eine Entscheidung, entweder man trifft sie oder nicht. Manchmal läuft sie einem winkend und freudig lächelnd über den Weg und zieht vorbei. Zerrissen lag mein Herz auf dem Boden, doch ich bin dankbar dafür, dass es das Fliegen lernte, denn dort wo es war, konnte es nicht bleiben. Es ist frei und es geht ihm gut. Herzen können Berge versetzen. Lass mich fliegen, denn es gibt keine Leine mehr! Ich höre dir zu falls dein Herz etwas zu sagen hat und ich bin für dich da. Ist es stumm, dann schweige und lass mich einfach fliegen und meinen Frieden finden!