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"Alkoholiker*innen sind Willensschwach." - OK BOOMER!

“I’m afraid I can’t stop drinking.” The room went silent. All eyes went to our teacher, David. Without missing a beat, he smiled, looked at him, and said, “Of course you can. Are you drinking right now?” “No.” “And now?” He smiled, and said softly, “No.” “. . .and how about right now?” We all smiled this time. “No.”

 

 

McKowen, Laura. We Are the Luckiest (S.28). New World Library.

Wenn wir ganz tief in unserer eigenen Scheiße stecken, ist es schwer diesen Moment wahrzunehmen. Diese klitzekleinen Momente, in denen wir vielleicht nicht trinken. Wir nehmen sie nicht wahr, weil wir zu sehr an das Trinken denken. Obwohl wir es hassen, obwohl wir uns selbst und die Situation, in die wir uns gebracht haben so sehr verabscheuen und hassen, denken wir immer wieder an den nächsten Schluck. Wir denken daran, wie wir an ihn herankommen, wir denken nicht daran, was die Folgen davon sein könnten (zumindest nicht in diesem Moment) - sind sie uns doch eigentlich schon mehr als bewusst - aber wir brauchen ihn. Etwas in unserem Hirn sagt es uns, unser Körper schmerzt und verlangt danach und der Mensch, der einmal durch all diesen Abfuck, durch all diese Schmerzen, durch all die Symptome, durch all die Hilflosigkeit, Selbstsabotage, dem Wollen ( aber Gott verdammte Scheiße nicht wissen wie) gegangen ist, der würde sich nicht einmal wagen den Satz "Alkoholiker*innen sind Willensschwach." zu denken. 

Diesen Text hier muss ich schreiben. Seit Tagen geht er mir durch meinen Kopf. Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen, weil ich an jeden einzelnen Satz dachte. Ich muss diesen Text schreiben, weil er wichtig ist. Nicht einmal primär für mich, sondern für tausende Menschen da draußen. Er ist wichtig, weil er meine Wahrheit ist.

Die meisten Nachrichten, die ich erhalte, sind Nachrichten von Menschen, die meine Texte lesen, die sich darin wiederfinden, die nach Zuspruch und Hilfe suchen, weil sie sich klein und machtlos fühlen. Sie schreiben mir, weil sie sich schämen. Sie schämen sich dafür, dass sie Alkohol nicht kontrollieren können. Sie schämen sich dafür, dass sie abhängig geworden sind. Abhängigkeit ist in unserer Gesellschaft so unfassbar schambehaftet, dass es gar keine passenden Worte dafür gibt, die ausdrücken könnten, wie Menschen sich fühlen, die in die Alkoholfalle getappt sind. Um es hier noch einmal klar zu stellen: Alkohol ist ein Nervengift. Alkohol ist eine abhängig machende Substanz und das Menschen von Alkohol abhängig werden, hat rein gar nichts (verdammte Scheiße nochmal) mit Willensschwäche zu tun.

Du musst nur wirklich wollen.

Ich bin keine schwache Persönlichkeit. Das war ich noch nie. Ich habe mir auch noch nie vor meine eigene Tür scheißen lassen. Zumindest habe ich immer dafür gesorgt, dass der Dreck dann fachgerecht entsorgt wurde. Ich habe mir in meinen jungen Jahren schon viel anhören dürfen: dass ich Glubschaugen habe, dass ich zu fett bin, dass ich Russin bin (WOW! Was n Schimpfwort!). Ich habe zu Schulzeiten den Spitznamen Kuhfladen getragen, oder Fladenbrot. Hahahaha. So witzig! But you know what: I don't give a fuck! Durch den Shit bin ich stärker geworden. You can call me what you want, aber nenne mich bitte niemals WILLENSSCHWACH, weil, dann stellst Du meine Crowd in Frage!

 

Ich glaube, ich bin tatsächlich soeben nicht wütend, weil es hier um mich geht. Ich weiß, wer ich bin und ich weiß, was ich geleistet habe und ich bin definitiv nicht abhängig geworden, weil ich zu willensschwach bin. Ich habe Abitur gemacht, ich habe mehrere Jahre im Ausland gelebt, ich spreche 4 Sprachen, ich habe studiert, ich habe immer alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich habe nicht aufgegeben. Und ich habe noch keinen einzigen Abhängigen getroffen, der einfach nur abhängig geworden ist, weil er keinen Bock darauf hatte, sich anders zu entscheiden und schwups ist es passiert. Ich habe die krassesten Geschichten gehört. Viele davon handeln von Missbrauch, von permanenter Scheiße fressen, von Demütigung, von keinem Funken an Selbstwert, von durch die Hölle gehen, von sich selbst klein machen und immer wieder drauf schlagen, von nicht wissen, wie man mit Schicksalsschlägen umgehen soll, weil die Trauer einfach so fucking tief sitzt, von Ohnmacht, von nicht fühlen wollen, von verschwinden wollen, von Angst, von tiefen Depressionen, von Traumata. Zeugt das von Willensschwäche? Das wäre ja wie einem Depressiven sagen, er solle doch einfach mal einen Spaziergang in der Sonne machen und das Leben nicht zu schwer nehmen. Was für ein Bullshit! Oder einem Burnout - Kandidaten sagen, dass alles gut wird, wenn man sich nur einfach mal wieder richtig ausschläft. Dummerweise halten sich diese Gerüchte wohl immer noch hartnäckig. Guess what? Kein Mensch sucht sich aus, psychisch krank zu werden. Und guess noch what? Kein Mensch der abhängig geworden ist, hat sich vorher jemals gewünscht abhängig zu werden, weil es so unglaublich viel Spaß macht.

Ich bin abhängig geworden, weil ich mich innerlich klein gefühlt und klein gemacht habe. Ich bin abhängig geworden, weil ich das Gefühl hatte mit Alkohol für einen Moment nicht mehr fühlen zu müssen und dann, 10 Jahren später, hat sich die Hölle vor mir aufgetan. Ich bin abhängig geworden, weil ich in einer Gesellschaft aufgewachsen bin, in der Alkohol scheinbar nicht in Frage gestellt wird, sondern diejenigen ein Problem haben und falsch sind, die Alkohol nicht kontrollieren können. Ich kann Alkohol einfach fucking nochmal nicht kontrollieren. Ich konnte es noch nie. Wer kann das schon wirklich? Und jetzt einmal ganz ehrlich, was sind die Benefits? Welche positiven Eigenschaften hat Alkohol? Macht er uns jünger, schöner, intelligenter, wahrhaftiger, wirklich lustiger, authentischer, seriöser, gesünder?Macht er das? Macht er irgendetwas davon? Die Antwort ist: NEIN! Was bringt er mir? Nichts. Ähnlich wäre es,  würde ich einem Raucher vor die Füße kotzen, dass er doch einfach nur zu schwach, oder gar zu dumm ist, aufzuhören zu rauchen. Oder einem Heroin Junkie seine Spritze zu nehmen und zu sagen: "Jetzt hörst Du aber sofort auf damit, bist Du zu blöd oder was?" Sorry, so einfach ist das nicht. Und welche Benefits hat eine Kippe? Jawollski, sie macht abhängig. Unser Hirn macht in diesem Moment einfach nur seinen Job. Es möchte die schnelle Erleichterung, Fasching im Hirn, die schnelle Entlastung, den schnellen "YAY - Moment".


Vor ein paar Tagen erreichte mich folgende Nachricht, nachdem ich ganz spontan live in der Sendung von Bayern 2 war. Ich habe zwei Fragen beantwortet und das ganze Interview hat maximal 6 Minuten gedauert. Aber dann landetet das in meinem E-mail - Posteingang:

 

"Hallo Vlada,

 

habe gerade das Tagesgespräch auf alpha gesehen.Heute geht es um Alkohol.Für mich ist Alkoholismus keine Krankheit,sondern eine Ausrede.Wenn ein Mensch nicht weiss,wann er genug getrunken hat,liegt das Problem meiner Meinung nach ganz woanders.Ich trike nicht,um zu vergessen,wozu ich auch Grund hätte,sondern weil mir das Bier schmeckt.In Gesellschaft schmeckt es besser und man trinkt vielleicht etwas mehr.Man sollte aber seine Grenzen kennen und vor Allem auch einhalten.

Ich kann auch nicht verstehen,warum ein Alkohollenker,der einen Unfall verursacht,eine mildere Strafe bekommt,als Jemand,der nüchtern einen Unfall verursacht hat.Wieso wird denn eigentlich nicht jeder Alkoholiker,der Alkohol trinkt ?
Ich trinke mein Bier,wenn ich darauf Lust habe .Betrunken war ich in meinem Leben nur  etwa 10 mal,wo es mir dann auch kotzübel war und mich dann auch übergeben musste. Ich kann aber von mir sagen und behaupten ,dass ich mich nicht zu den Alkoholikern gehörig fühle. In meinem Keller steht ne Kiste Bier und die reicht etwa 2 Monate.

Mit freundlichen Grüssen"

Ok Boomer!

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin gerne bereit zu diskutieren, so lange eine vernünftige Diskussionsgrundlage besteht, aber in einigen Moment bleibt mir schlicht und ergreifend die Luft weg. Wenn Menschen auf bestimmte Aussagen reagieren, dann hat das ja meist auch mit dem Menschen selbst zu tun. Und wenn ein Alkoholiker willensschwach ist, dann frage ich mich, warum ein Mensch, der an und für sich kein Problem mit Alkohol hat, dennoch 10 Mal so viel trinkt, dass er sich übergeben muss. Entschuldigung, das ergibt für mich keinen Sinn.

 

Meine Aufgabe für 2020 besteht wohl darin, meine Emotionen in Schach zu halten. Vor allem wenn ich das Gefühl habe, dass ich gegen eine Wand rede und dabei emotional werde. Dann habe ich manchmal innerlich das Gefühl, zu explodieren. In diesem Falle war das ein gutes Übungsfeld, da ich mir vorgenommen habe, auch auf solche Nachrichten angemessen zu reagieren:

 

"Hallo ...,

Danke, für deine Nachricht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich darauf antworten soll. Wenn Du Dich nicht zu den Alkoholikern dazugehörig fühlst, dann ist das doch ok und dann brauchst Du Dich auch nicht angesprochen fühlen. 
Was ich eher schwierig finde ist Menschen, die abhängig geworden sind zu unterstellen, dass diese an Willensschwäche leiden. Ich empfinde es tatsächlich als persönliche Beleidigung und weiß nicht so wirklich, ob das das Ziel deiner Nachricht war.
Ich war auch lange Zeit keine Alkoholikerin (wie ich mich nun nenne und betitel, sei jetzt einmal dahingestellt), bis meine Toleranz gestiegen ist und ich Probleme mit Alkohol lösen wollte. Es gibt viel Literatur zu diesem Thema, gerne kannst Du auch in meinem Blog lesen. 
Mit deiner Frage stellst Du ja meiner Meinung nach dann auch in Frage, dass Millionen von Menschen abhängig sind und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wenn Alkoholabhängigkeit keine Krankheit ist, dann ist es laut deiner Argumentation Drogenabhängigkeit auch nicht, oder Nikotinabhängigkeit? Ich muss mich Dir nicht erklären. Alkoholiker ist auch nicht gleich Alkoholiker, da gibt es unterschiedliche Formen und Stufen.
Mal ganz anders gefragt, was schmeckt dir denn an deinem Bier so gut? Und warum schmeckt es in Gesellschaft besser? Es ist doch immer noch das gleiche Bier? Zudem gibt es auch alkoholfreie Sorten, die schmecken genauso, enthalten nur keinen Alkohol. Herunter gebrochen schmeckt Ethanol nicht, sondern ist ein Nervengift.
Ich weiß nicht, was du mit deiner Nachricht bezwecken wolltest, aber ich bedanke mich einfach mal dafür, dass Du deine Meinung mit mir geteilt hast.
Schönen Abend und alles Gute für dich.

 

Vlada Mättig"

Er hätte nicht gedacht, dass er eine Antwort von mir bekommt, aber ich kann so etwas nicht einfach so im Raum stehen lassen. Zudem konnte mir dieser Mann hier auch nicht erklären, warum das Bier in Gesellschaft besser schmeckt und er dann mehr davon trinkt. Er weiß es nicht.  Zudem meint er auch, dass alkoholfreies Bier kein Bier ist, und er ja dann auch Wasser trinken könnte. Und dann noch einen ewig langen Absatz mit LKWs und PKWs und Kreuzungen und rechts vor links. I don't know.

Es bringt dann tatsächlich nichts, weiter mit solchen Menschen zu diskutieren. Und wäre das in letzter Zeit die einzige Nachricht dieser Art gewesen, die mich erreicht hat, dann hätte ich es unter "whatever"  verbucht, aber dem ist nicht so.
Letztens schrieb mir eine Leserin, dass sie nicht weiß, ob sie die Wahrheit sagen soll und fragte mich, welche Entscheidung sie treffen soll, da ihr Vater zu ihr sagt (ich zitiere):

 

"Es sei keine Krankheit, sondern Verrücktheit. ... Frauen wie mich hätte Hitler in die Gaskammer gesteckt."

 

What the Fuck! Bei solchen Dingen bleibt mir die Sprache weg und ich bin wie gelähmt. Ich werde in diesem Beitrag auch nicht versuchen, die Ignoranten zu überzeugen. Ich werde auch keine medizinische Erklärung für Abhängigkeit liefern.

 

Eine kleine Hilfestellung für die Ignoranten gibt es HIER trotzdem noch. Wir leben ja schließlich in einer Welt, in der es ziemlich einfach sein sollte, an Informationen zu kommen, aber manche Menschen sind dann wohl einfach zu faul zum Tippen.

Mut

Und der Rest des Textes geht an Dich. Ich wünsche Dir Mut. Ich schicke Dir Mut. Ich sende Dir ganz viel Liebe. Wenn Du diesen Text hier liest und Angst hast, wenn Du diese Zeilen hier liest und mit solchen Aussagen konfrontiert wirst, wenn Du als zu schwach, zu inkonsequent, zu halbherzig oder was auch immer bezeichnet wirst, dann kann ich Dir hiermit sagen, dass das nicht die Wahrheit ist. Das stimmt nicht. Du bist wundervoll und Du bist wertvoll und wenn irgendein Mensch auf dieser Welt sich erlaubt Dich mit solchen Aussagen zu tiefst zu verletzten, dann hat das mehr mit der anderen Person zu tun als mit Dir. Du bist nicht zu schwach, Du bist auch nicht zu inkonsequent. Die Folge vom Konsum einer abhängig machenden Substanz ist im schlimmsten Falle, das man abhängig wird. Das ist nicht verwunderlich und das ist kein Zeichen der Schwäche. Unsere Gesellschaft ist nur nicht darauf ausgerichtet, damit klar zu kommen. Sie zeigt mit dem Finger auf Menschen, die abhängig geworden sind und die Alkoholindustrie schaufelt das Geld. Unsere Gesellschaft ist wohl einfach noch nicht so weit. Oder aber unsere Gesellschaft braucht mehr Stimmen, die die verdammt Wahrheit sprechen. Du bist nicht zu schwach, wenn Du eine Droge nicht kontrollieren kannst und falls Dir irgendjemand auf dieser Welt etwas anderes einreden möchte - auch wenn es dein eigener Vater ist - dann hast Du alles Recht der Welt, Dich einfach nur um Dich selbst zu kümmern, deine eigene Wahrheit zu sprechen und vorerst nichts mit diesen Menschen zu tun zu haben. Und ja, Du liest soeben richtig. Du musst Dir solche Aussagen nicht geben, Du musst sie nicht aushalten, Du musst sie nicht hin und her wälzen und Du musst sie auch nicht verstehen. Du kannst diesen Menschen innerlich den Stinkefinger zeigen und anfangen, Dich um Dich selbst zu kümmern. Ein nüchternes Leben ist möglich, aber es bedeutet auch, mutig zu sein und Mut zu haben, zu sich selbst zu stehen. Mit allem, was dazu gehört und was ich Dir hiermit versprechen kann ist, dass Du nicht alleine bist und das es Menschen gibt, die genau wissen, wie es sich anfühlt am alkoholisierten Arsch zu sein. Die findest du Hier und die sind cool und lieb und wundervoll und alles.

 

I love you.

photo credits: Matthew Henry // Unsplash

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Kommentare: 6
  • #1

    Theresa (Sonntag, 12 Januar 2020 16:45)

    Eine Frau und viele durchschlagende Aussagen!!!
    Ich sehe das genauso und komme auch manchmal in Not, wenn ich höre: „Hör doch bitte endlich auf mit dem Scheiss! Das kann doch nicht so schwer sein.“

    Und ich sage: DOCH!!! ES IST SAU SCHWER
    Ich habe Bulimie, seit 20 Jahren, habe tausende von Euro in tütenweises Essen ausgegeben. Zu Hause gefressen, ausgekotzt und wieder das Klo runtergespült. Jeden Tag mehrmals, am laufenden Band, über Wochen, Monate, Jahre...
    Wenn ich Keine Kraft mehr zum Fressen & Kotzen hatte, habe ich angefangen zu trinken, um meinen Kopf auszuschalten, um schlafen zu können, damit ich aufhören kann, weil ich mich kaum mehr auf den Beinen halten kann vor Erschöpfung.

    Meint ihr wirklich das mache ich gerne und freiwillig, weil ich mich das ausgesucht habe.
    NEIN, ICH BIN SÜCHTIG UND NICHT WILLENSSCHWACH. Ich bin meiner Sucht gegenüber machtlos und kann mir nur mit harter Disziplin und WILLENSSTÄRKE neue Muster antrainieren und üben. Jeden Tag, so konditioniere ich mich neu. So ändere ich mein Leben und das kostet viel Mut und Kraft.

    Danke vlada für deine Kampfansage und die Wahrheit ❤️ Chacka! Sollen die Menschen denken was sie wollen, wir wissen wer wir sind und was wir können

  • #2

    Nike (Sonntag, 12 Januar 2020 17:12)

    Danke Vlada. Genau so ist es.

  • #3

    Sonja (Sonntag, 12 Januar 2020 20:20)

    Liebste Vlada,
    Mann, was für ein krasser Post! Wenn du mich fragst, muss das jemand aus dem AfD-Milieu sein. Die sind total unflexibel. Sobald man was gegen deren Lebensweise sagt, fühlen die sich angegriffen. Wir leben momentan in einer komischen Gesellschaft, in der nur noch gepöbelt wird, wenn man mal was sagt. Rock on, beste Vlada, ich liebe deinen Blog <3

  • #4

    Elisabeth (Montag, 13 Januar 2020 11:45)

    Danke Vlada,
    Wir leben in einer Gesellschaft , wo Alkohol verharmlost und als normal angepriesen wird. Man muss sich nicht erklären, wenn man Alkohol trinkt, aber immer , wenn man in Gesellschaft nicht trinkt. Das ist noch so. Wenn aber immer mehr Menschen das Thema aufgreifen und bewusst machen, dann werden auch immer mehr Menschen damit konfrontiert und das macht Angst oder Wut und der getroffene Mensch wird aufgerüttelt und reagiert Manchmal zunächst mit Angriff. Ich finde es ist wichtig immer wieder das Thema "Alkohol ist ein Nerven-Gift, und dass es abhängig "zu kommunizieren, damit es sich in das Bewusstsein der Menschen hineinfrisst. Jeder, der hier arbeitet ist ein Pionier auf dem Weg des bewusst-machens und jeder, der jemals abhängig war, kann anderen helfen, wenn da Hilfe erwünscht ist. Denen, die gerade um sich beißen, weil sie Angst haben auch betroffen zu sein ...oder es mal zu werden komme ich, wenn möglich mit Verständnis entgegen, weil ich weiß, dass das schon ein Teil der Krankheitssymptome sein kann.

  • #5

    Rainer (Sonntag, 19 Januar 2020 19:54)

    Sehr gut geschrieben. Da passt jedes Wort. Trifft den Nagel auf den Kopf. Danke.

  • #6

    Robbie (Montag, 20 Januar 2020 15:09)

    Wie wäre es, die Meinung anderer zu akzeptieren?
    Ich finde es unhöflich, diese Nachricht des jenigen so auseinander zunehmen.
    Es kann jeder eine Aussage treffen über dieses Thema.
    Wenn er der Meinung ist, dass er kein Problem hat dann ist es seins. Es sollte jeder bei sich bleiben oder sind Sie was besseres?

    Servus Robbie